HomePolarität und Komplementarität

                    Einige Zitate

 

Platon war keineswegs der weltentrückte Philosoph, wie wir ihn uns vielfach vorstellen. Sein Denken war gleichzeitig nach innen und aussen gerichtet. Er war ein weiser Praktiker und als solcher geschäftstüchtig ...

Die von den Griechen über alles verehrte Mathematik und Geometrie, aber auch die Dialektik waren letztlich gedacht als Disziplinen zum Training der geistigen Fitness. Und diese blieb bis zum heutigen Tag eine wesentliche Voraussetzung gewinnbringenden kreativen Schaffens.

Adolf Wirz: Lerne schöpferisch denken. 1970.

 

 

Das Ineinandergreifen zweier Fertigkeiten oder gedanklicher Bezugssysteme, die vorher keinerlei gemeinsamen Bezugspunkt hatten, ist ein Grundelement des Schöpferischen.

Arthur Koestler: The Act of Creation.1964.

 

 

Kreativität ist eine dialektische Problemlösungsstrategie, die alle psychischen Schichten des Menschen umfasst.

Produktive Kreativität ist kontrollierte Divergenz. Kreatives Denken ist eine Art des divergenten Denkens, das aber der Realität angepasst ist. Kreativität ist eine Synthese aus dem Lustprinzip (divergent) und dem Realitätsprinzip (konvergent).

Klaus Linneweh: Kreatives Denken. 3. Aufl. 1981.

 

 

Die Wahrheit umfasst Gegensätze.

Physik gehörte zu meinen Lieblingsfächern ... Später nahm Einstein die ursprüngliche Vorstellung von der Wellenbewegung des Lichts wieder auf und bewies, dass das Licht gleichzeitig beides ist: wellenhaft und gequantelt - also korpuskulär. Offenbar sind also Gegensätze komplementär und entsprechen einem Seinsprinzip.

Adolf Wirz: Lerne schöpferisch denken. 1970.

 

 

Jeder gute Werbegestalter zeichnet sich durch zwei besondere Eigenschaften aus: Einmal gibt es nichts unter der Sonne, was ihn nicht interessiert, von den ägyptischen Totenriten bis zur modernen Kunst. Zum zweiten ist er unersättlich im systematischen Sammeln von Informationen.

James Webb Young (Copywriter der J. Walter Thomspon): A Technique for Producing Ideas. 1940.

 

 

Eine spannungslose Welt ist undenkbar ... Ohne Nacht kein Tag, ohne Ebbe keine Flut, ohne Böses kein Gutes, ohne Winter kein Frühling ... Das Lebensgesetz will die Polarität.

Adolf Wirz: Lerne schöpferisch denken. 1970.

 

 

Der eigentliche Akt der Entdeckung hat einen destruktiven und einen konstruktiven Aspekt. Starre Anordnungen gedanklicher Organisationen müssen aufgelöst werden, damit die neue Synthese möglich wird ... Der gleichen Polarität von Logik und Intuition begegnen wir im Bereich allen künstlerischen Schaffens.

Arthur Koestler: The Act of Creation. 1964.

 

Was Goethes produktive Polarität in sich vollendet zusammenschloss, das bricht der jungen Generation dual auseinander.

            Hermann Pongs: Das Bild in der Dichtung. I, 1927, 2. Aufl. 1960.

 

 

Jedenfalls erkannte schon Goethe, dass der Verlust der polaren Spannung zum Gestaltlosen, aber auch zum Charakterlosen führen muss.

Sepp Domandl: Polarität und Erziehung. In: Polarität und Weltgesetz als Lebensprinzip. Humboldt-Gesellschaft 1974.

 




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